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Smaragd

Stand: 21.09.2002

      

           

Klasse Silikate
Kristallsystem hexagonal
Chemische Formel Al2Be3(Si6O18)
Härte 7,5 - 8
Dichte 2,68 - 2,76
Spaltbarkeit keine
Bruch kleinmuschelig, uneben, spröde
Farbe grün
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz
Fluoreszenzen keine

 

Smaragd zählt neben Rubin und Diamant zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt. Die grüne Farbe des Smaragds ist so einmalig, dass dieser Edelstein schon seit 4000 Jahren eine bevorzugte Rolle bei Königen, Fürsten und Juwelieren genießt.

Der Name Smaragd, (griech. "Smaragdos"), bedeutet "grüner Stein". In der Antike wurden viele Edelsteine so benannt. Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts wird der Name nur auf unseren heutigen Smaragd bezogen.

Smaragd gehört mit Aquamarin und Edelberyll zur Mineralgruppe der Berylle. Sein Grün ist so unvergleichbar, dass man auch außerhalb der Mineralien- und Edelsteinkunde diesen Farbton eigenständig als smaragdgrün bezeichnet. Seine grüne Färbung erhält der Smaragd durch das Metall Chrom.

Bei der Bewertung des Smaragdes ist vor allem seine Farbe und Leuchtkraft ausschlaggebend. Im Gegensatz zum Diamanten sind Einschlüsse, wenn sie diese beiden Kriterien nicht beeinträchtigen, weniger gravierend. Der sog. Jardin (im Smaragd, der durch das Mikroskop wie der Blick in ein Aquarium erscheint, mindert den Preis des Steines erst dann erheblich, wenn der Stein dadurch schmutzig erscheint und erheblich an Leuchtkraft verliert. Smaragde in feiner Farbe mit einem feinen Einschlussbild sind wertvoller als helle, klare Steine, die dagegen wässrig anmuten. Verwechslungen mit anderen grünen Steinen sind kaum möglich. Am ähnlichsten mögen südwestafrikanische Turmaline sein, die durch Brennen ihre blaue Naturfarbe verloren haben und grün geworden sind. Nur allerfeinste Sorten sind Klar durchsichtig. Gewöhnlich ist Smaragd durch Einschlüsse von Gasen, Flüssigkeiten und Fremdkristallen oder durch Hohlkanäle und verheilte Risse getrübt. Auch die Farbverteilung ist oft unregelmäßig, gefleckt oder gestreift. Das alles ist nicht unbedingt ein Mangel, sondern vielmehr Hinweis auf seine Echtheit.

Smaragde finden sich in Pegmatiten oder in deren Nähe, in der Grenzzone von zwei verschiedenen, aneinander stoßenden Gesteinsarten. Da das spezifische Gewicht der Smaragde ähnlich dem der Quarzsande ist, kann Smaragd nicht ausgewaschen werden, und wird gewöhnlich nur aus dem Muttergestein, gewonnen. Er muss aus Adern oder von den Wänden kleiner Hohlräume herausgebrochen und frei geklopft werden. Kristalle über Daumengröße sind selten. Der sogenannte "Smaryle" ist eine Dublette aus farblosem Beryll. Zwischen den beiden Beryllen liegt eine Schicht aus smaragdgrünem Duroplast, der die beiden Teile fest miteinander verbindet.

Gerissene Händler, die auf der Jagd nach gutgläubigen Touristen sind, wissen, dass das Ölen von rissigen Smaragden diese Risse für einige Zeit verschwinden lässt. Wenn das Öl nach einiger Zeit verschwunden ist, ist mit Sicherheit auch der listige Verkäufer verschwunden. Und deshalb sei hier nochmals gewarnt vor dem Kinderglauben, man könne irgendwo feine Steinqualitäten zu billigen Preisen als Okkasionen erwerben. Denken Sie daran, dass feine Steine weltweit Raritäten sind und dem kontinuierlichen Großabnehmer vorbehalten werden, von dessen Wiederkommen und umfangreichen Käufen der Farbsteinhändler lebt.

Der Trägerin des Smaragdes sei Vorsicht empfohlen. Der Smaragd hat nicht die Härte des Diamanten. Er ist empfindlich gegen Druck und Schlag, vor allem durch die häufigen Risse im Innern, die typisch für ihn sind. Das ist auch der Grund, weshalb er gerne im weicheren Gelbgold gefasst wird. Er wird fast immer zusammen mit seinem Rivalen, dem Diamanten, verarbeitet, der sein samtenes leuchtendes Grün noch unterstreicht und zur vollen Geltung bringt. Er ist als Monatsstein dem Mai gewidmet

 

 

 

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