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Smaragd
zählt neben Rubin und Diamant zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt.
Die grüne Farbe des Smaragds ist so einmalig, dass dieser Edelstein
schon seit 4000 Jahren eine bevorzugte Rolle bei Königen, Fürsten und
Juwelieren genießt. Der
Name Smaragd, (griech. "Smaragdos"), bedeutet "grüner
Stein". In der Antike wurden viele Edelsteine so benannt. Erst seit
Ende des 18. Jahrhunderts wird der Name nur auf unseren heutigen Smaragd
bezogen. Smaragd
gehört mit Aquamarin und Edelberyll zur Mineralgruppe der Berylle. Sein
Grün ist so unvergleichbar, dass man auch außerhalb der Mineralien-
und Edelsteinkunde diesen Farbton eigenständig als smaragdgrün
bezeichnet. Seine grüne Färbung erhält der Smaragd durch das Metall
Chrom. Bei
der Bewertung des Smaragdes ist vor allem seine Farbe und Leuchtkraft
ausschlaggebend. Im Gegensatz zum Diamanten sind Einschlüsse, wenn sie
diese beiden Kriterien nicht beeinträchtigen, weniger gravierend. Der
sog. Jardin (im Smaragd, der durch das Mikroskop wie der Blick in ein
Aquarium erscheint, mindert den Preis des Steines erst dann erheblich,
wenn der Stein dadurch schmutzig erscheint und erheblich an Leuchtkraft
verliert. Smaragde in feiner Farbe mit einem feinen Einschlussbild sind
wertvoller als helle, klare Steine, die dagegen wässrig anmuten.
Verwechslungen mit anderen grünen Steinen sind kaum möglich. Am ähnlichsten
mögen südwestafrikanische Turmaline sein, die durch Brennen ihre blaue
Naturfarbe verloren haben und grün geworden sind. Nur allerfeinste
Sorten sind Klar durchsichtig. Gewöhnlich ist Smaragd durch Einschlüsse
von Gasen, Flüssigkeiten und Fremdkristallen oder durch Hohlkanäle und
verheilte Risse getrübt. Auch die Farbverteilung ist oft unregelmäßig,
gefleckt oder gestreift. Das alles ist nicht unbedingt ein Mangel,
sondern vielmehr Hinweis auf seine Echtheit. Smaragde
finden sich in Pegmatiten oder in deren Nähe, in der Grenzzone von zwei
verschiedenen, aneinander stoßenden Gesteinsarten. Da das spezifische
Gewicht der Smaragde ähnlich dem der Quarzsande ist, kann Smaragd nicht
ausgewaschen werden, und wird gewöhnlich nur aus dem Muttergestein,
gewonnen. Er muss aus Adern oder von den Wänden kleiner Hohlräume
herausgebrochen und frei geklopft werden. Kristalle über Daumengröße
sind selten. Der sogenannte "Smaryle" ist eine Dublette aus
farblosem Beryll. Zwischen den beiden Beryllen liegt eine Schicht aus
smaragdgrünem Duroplast, der die beiden Teile fest miteinander
verbindet. Gerissene
Händler, die auf der Jagd nach gutgläubigen Touristen sind, wissen,
dass das Ölen von rissigen Smaragden diese Risse für einige Zeit
verschwinden lässt. Wenn das Öl nach einiger Zeit verschwunden ist,
ist mit Sicherheit auch der listige Verkäufer verschwunden. Und deshalb
sei hier nochmals gewarnt vor dem Kinderglauben, man könne irgendwo
feine Steinqualitäten zu billigen Preisen als Okkasionen erwerben.
Denken Sie daran, dass feine Steine weltweit Raritäten sind und dem
kontinuierlichen Großabnehmer vorbehalten werden, von dessen
Wiederkommen und umfangreichen Käufen der Farbsteinhändler lebt.
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